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Konzept

Motto: Starke Stücke – Starke Kinder

 
Zielgruppe: 

  • Kindergartenkinder, Grundschulkinder und jugendliche Schüler/innen im Landkreis Böblingen.
  • Kein Freiverkauf, die Veranstaltungen können nur von Klassen/Gruppen besucht werden.

Ziel:

  • Kennenlernen und Auseinandersetzen mit gewaltfreier Kommunikation
  • Täter und Opfer –Situationen lernen zu erkennen
  • Reflektion des eigenen Verhaltens, wie verhalte ich mich, warum wende ich Gewalt an?
  • Neue Wege der Kommunikation erkennen und gewaltfreie Verhaltensmuster einüben (theaterpädagogische Vorbereitung oder kriminalpräventive Nachbereitung)

Zusätzliche Angebote:

  • Theaterpädagogische Vorbereitung in Schulklassen oder Kindergärten
  • Nachbesprechungen mit dem Publikum und den Theatern
  • Begleitende öffentliche Veranstaltungen für Erwachsene (Eltern, Lehrer/innen, Multiplikatoren und Jugendarbeiter)
  • Gewaltpräventive Nachbereitung durch die Polizei

Kosten

  • Pro Aufführung wird ein Kostenbetrag von 430.- € erhoben
  • Der Landkreis Böblingen und das Regierungspräsidium fördern das Festival finanziell
  • Kreissparkasse Böblingen und Daimler AG Sindelfingen sind Sponsoren

Kooperation

  • Kreisjugendring Böblingen e.V.
  • Kreisjugendreferat
  • Präventionsstelle der Polizeidirektion Böblingen
  • Der Präventionsbeauftragte des Landkreises Böblingen

Organisation

1.Die Kooperationspartner KJR und Kreisjugendreferat:

  • Sichtung pädagogisch wertvoller Theaterstücke.
  • Kontakt mit den Veranstaltern vor Ort (Multiplikatoren)
  • Bereitstellung des Werbematerials
  • Organisation der Infrastruktur (Spielplan, Übernachtung, Verträge, Finanzierung, Website)

2.Die Kooperationspartner Suchtprophylaxe und Polizei

  • Organisieren die begleitenden Veranstaltungen zum Thema Gewalt und Suchtprävention
  • Gewaltpräventive Nachbereitung in Schulen

Veranstalter vor Ort = Multiplikatoren

  • Die kommunalen Veranstalter erhalten im Januar aktuelle Informationen über das Festival
  • Im April erhält das Organisationsteam Angaben über die Anzahl der gewünschten Aufführungen, Angaben zur Altersgruppe und Terminwünsche. (Jedes Stück wird an einem Vormittag zwei Mal aufgeführt. Üblicherweise um 9 und um 11 Uhr, Abweichungen sind in Ausnahmen möglich.)
  • Die kommunalen Veranstalter klären ihr Finanzierungsmodell. (Schuletat, Kommune oder Schülerbeiträge).
  • Wichtig sind Kenntnisse über die Veranstaltungsorte (Verdunklung, Sitzmöglichkeiten, Bühne, Einlass....)
  • Vor den Sommerferien wird über den aktuellen Spielplan informiert
  • Nach den Sommerferien wird das Werbematerial verschickt
  • Dokumentation der Veranstaltung mit Fotos, die dem KJR zur Verfügung gestellt werden können.
  • Organisation der Verpflegung (Getränke und Brötchen) für die Theaterleute
  • Presseinfos über die Theaterveranstaltung.

Organisatoren vor Ort= Lehrer/innen und Kindergartenleitungen

  • Stellen den Raum zur Verfügung
  • Planen den Besuch von Klassen/Gruppen
  • Sammeln das Eintrittsgeld ein (2,- € bis 3,- €)
  • Begleiten die Kinder/Jugendlichen in der Vorstellung

Theaterpädagogen

  • Voraussetzung: Abgeschlossene berufsbegleitende Ausbildung zum Theaterpädagogen
  • Vorbereitung mit den Gruppen bezieht sich auf Regeln und Werte, die für einen Theaterbesuch wichtig sind
  • Mit der Vorbereitung werden die Kinder/Jugendlichen mit Methoden der Theaterpädagogik auf das „große Thema“ des Stückes vorbereitet. (z.B. Sucht, sexuelle Gewalt, Trennung, Krankheit, Essstörung, Ängste, Anderssein.....)
  • Kommunikation und Terminabsprache mit Schule und Kindergarten (was läuft bereits, Streitschlichter, Projekttage...?)

Theater ist Kunst und Kunst ist Leben

Theater für Kinder und Jugendliche in fast allen Gemeinden des Landkreises Böblingen anzubieten bedeutet auch für viele die Chance eine Einführung in die Kulturwelt des Theaters zu erleben. Für viele Eltern kommt ein Theaterbesuch mit ihren Kindern gar nicht in Frage. Aber gerade heute ist es sehr wichtig, Kindern andere Möglichkeiten des lebendigen Austauschs und Lernens zu vermitteln. Im Theater werden Irritationen und Simulationen wieder aufgelöst, nach einer Theateraufführung ist ganz klar: Hier wurde gespielt. Diese Klarheit ist gerade heute so wichtig, da in der modernen Medienwelt die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit häufig nicht mehr eindeutig erkennbar sind. Das Medium Theater sollte neben Fernsehen, Computerspielen und Videoclips auch eine Rolle im Leben der Kinder spielen.

Das Medium Theater bietet eine große Chance mit jungen Menschen Alltagssituationen zu reflektieren. Gefühle wie Angst, Freude, Wut und Trauer werden thematisiert, aber genauso gesellschaftliche Entwicklungen wie Ausgestoßensein, Gruppenzugehörigkeit, Abhängigkeit und andere tiefe Erlebnisse spielen eine wichtige Rolle. Auf der Bühne werden den jungen Zuschauern bekannte, teilweise verfremdete, Situationen präsentiert. Anknüpfungspunkte zu eigenen Erlebnissen werden angeboten und dadurch entsteht ein emotionaler Bezug. Dieser emotionale Bezug ist der Schlüssel zum reflektierenden Umgang mit den auf der Bühne angesprochenen Themen. Die jungen Zuschauer sollen im Rahmen der theaterpädagogischen Begleitung die Möglichkeit erhalten, andere Formen der Kommunikation einzuüben.

Eröffnungsveranstaltung

Mit der Eröffnungsveranstaltung fällt der Vorhang und das Festival ist eröffnet. In den letzten Jahren konnte die Veranstaltung immer in einer andern Schule des Landkreises stattfinden und jedes Mal stand ein besonderer Aspekt des Theaterfestivals im Fokus. Präventives Theater, Pantomime, theaterpädagogische Begleitung oder Aktionstheater.

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